Schlussfolgerung: Ergebnisanalyse

Die Ergebnisse zeigen grosse Unterschiede zwischen den verschiedenen Berufsgruppen. Personen, die viel im Freien arbeiten, atmen bis zu vier Mal mehr Ozon ein als Büroangestellte! Ist das Büro klimatisiert, wird der Unterschied sogar noch grösser.

Die Messergebnisse aus Lugano illustrieren die Problematik auf eindrückliche Weise. Am Messtag wurde vom nationalen Beobachtungsnetz NABEL eine mittlere Konzentration von 195,1 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft gemessen, der tolerierbare Grenzwert liegt bei 120 Mikrogramm.

Die Werte, die im Laufe dieses Tages vom VCS gesammelt wurden, zeigten, dass ein Gärtner aus Lugano, der sich meistens im Freien aufhielt, 2,5 Mal mehr Ozon einatmete als ein Velokurier, der auch Büroarbeit erledigte. Die Ozonbelastung des Gärtners lag auch 3,4 Mal höher als bei einer Frau, die den ganzen Tag zu Hause blieb, und 10,2 Mal höher als bei einem Berater, der in einem klimatisierten Büro arbeitete.

Die Ergebnisse aus den anderen Städten sind vergleichbar. Ein Ingenieur in Genf, beispielsweise, der sich sowohl im Büro wie auch im Freien aufhielt, kam auf einen doppelt so hohen Wert wie ein pensionierter Lehrer, der zu Hause blieb.

Allerdings wäre es falsch zu glauben, dass nur Büros Schutz bieten. Eine Gärtnerin in Bern, die vor allem im Gewächshaus arbeitete, kam auf einen 1,4 Mal tieferen Messwert als eine Velokurier-Mitarbeiterin.

Pressemitteilung: Bis zu vier Mal höhere Belastung im Freien