Die Immissionsgrenzwerte für Feinstaub, Stickoxide und Ozon, wie sie in der Schweiz in der Luftreinhalte-Verordnung festgelegt sind, werden nicht eingehalten. Besonders hoch ist die Luftverschmutzung in den Städten, den bevölkerungsreichen Regionen und in der Nähe stark befahrener Strassen.
Die schädigenden Emissionen im Strassenverkehr entstehen vor allem durch die Verbrennung von Diesel. Abgase von Dieselfahrzeugen enthalten im Vergleich mit anderen Fahrzeugen 8 bis 10 Mal höhere Mengen an Feinstaub (PM10) und 3 bis 8 Mal höhere Mengen an Stickoxiden (NOx).
Die Quellen der Luftverschmutzung sind insbesondere Verbrennungsprozesse (Erdöl, Erdgas, Kohle, Holz) sowie natürlicher Staub. Vor allem in den Städten ist der Strassenverkehr der mit Abstand grösste Verursacher.
Die Schweiz und die EU haben Grenzwerte eingeführt, um die Gesundheit der Bevölkerung zu schützen, doch in vielen Städten werden diese seit Jahren massiv und häufig überschritten. Die politischen Akteure sind gefordert, Massnahmen zu ergreifen, welche die Bevölkerung vor der Luftverschmutzung schützen. Dieses Ziel wird heute in verschiedenen europäischen Städten mit Umweltzonen verfolgt, in denen die Zufahrt für Fahrzeuge durch eine Umweltplakette geregelt ist. Im Gegensatz zu anderen Massnahmen haben Umweltzonen den Vorteil, dass verschiedene Verschmutzungsfaktoren gleichzeitig angegangen werden. Dadurch werden eine allgemeine Verbesserung der Luftqualität und eine höhere Lebensqualität in den Städten erreicht.
