
Feinstaub ist ein Teil des Schwebstaubs. Die Definition des Feinstaubs geht zurück auf den im Jahre 1987 eingeführten National Air Quality Standard for Particulate Matter (kurz als PM-Standard bezeichnet) der US-amerikanischen Umweltschutzbehörde EPA (Environmental Protection Agency). Als PM10 werden Partikel mit einem Durchmesser von unter 10 Tausendstelmillimetern bezeichnet. Sie können tief in die Lunge eindringen, die kleinsten davon sogar bis in die Blutbahn.
Feinstaub-Partikel können auf zwei Arten entstehen: als Primärpartikel, wenn sie von Verbrennungsvorgängen in Industrie, Haushalten und Verkehr herrühren, und als Sekundärpartikel, wenn sie sich erst in der Luft aus gasförmigen Vorläufersubstanzen bilden.
Einige der in Feinstäuben enthaltenen chemischen Verbindungen, so die kanzerogenen Russpartikel, sind stark gesundheitsschädigend.
Der Strassenverkehr ist einer der Hauptverantwortlichen für die Verbreitung von Feinstaub. Er produziert jährlich 6200 Tonnen PM10, wobei der grösste Teil davon aus Dieselmotoren stammt. Neuste Forschungen der Universität Bern haben ergeben, dass im Winter über Zürich sogar bis zu 75% der gefährlichen Russpartikel von Dieselmotoren stammen, während der Rest vor allem auf Holzverbrennungen zurückzuführen ist. Der Anteil der vom Strassenverkehr verursachten Emissionen könnte also durchaus noch höher sein.
Die aus den Abgasen von Dieselmotoren stammenden ultrafeinen Partikel sind besonders problematisch. Sie sind ungefähr 10 Mal stärker Krebs erregend als die Russpartikel aus Benzinmotoren.
Die frisch dem Auspuff entströmenden Partikel sind die reaktivsten und damit die gefährlichsten. Dank ihrer rauen Oberflächenstruktur können sie sich mit anderen Schadstoffen verbinden, z. B. mit polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAH).
Dieselmotoren kommen im Personenverkehr, im Schwerverkehr, im öffentlichen Verkehr, auf Baustellen und in der Landwirtschaft zum Einsatz. Ein Teil des Feinstaubes wird durch Abrieb und Aufwirbelung von Strassenbelag sowie bei der Ackerbearbeitung produziert.
Für einen ebenfalls grossen Teil des Feinstaubes ist die Land- und Forstwirtschaft verantwortlich. Der Einsatz dieselbetriebener Traktoren sowie die Verbrennung von Abfallholz fallen besonders ins Gewicht. Feinstaub entsteht zudem indirekt durch die Tierhaltung, ausgehend vom gasförmigen Vorläuferschadstoff Ammoniak.
Die privaten Haushalte stellen ebenfalls eine wichtige Feinstaub-Quelle dar. Übermässige PM10-Belastung entsteht insbesondere bei unsachgemässer Holzfeuerung.
Dieselfahrzeuge verbrauchen weniger Treibstoff als Benzinfahrzeuge. Der Anteil von Personenwagen mit Dieselmotor ist daher rapide angestiegen. 1991 waren erst 2,3% der neuen Autos, die in der Schweiz verkauft wurden, mit einem Dieselmotor ausgerüstet. 2004 stieg dieser Anteil auf 26%, 2008 gar auf 32%.
Wenn Dieselmotoren auch weniger CO2 ausstossen als Benzinmotoren, so sind sie deswegen noch lange nicht umweltfreundlicher. Im Vergleich mit Benzinmotoren erzeugen sie 8 bis10 Mal soviel Feinstaub und 3 bis 8 Mal soviel Stickoxid (Vorläufer des Ozons). Einzig das Anbringen eines Partikelfilters sowie eines DeNOx-Katalysators kann diese Schadstoffe wirksam reduzieren.
Ein gewichtiger Anteil am Ausstoss von Feinstaub haben auch Holzheizungen und offene Holzfeuer. In Bezug auf die Überschreitung der Grenzwerte wird die Bedeutung der Holzheizungen noch dadurch verschärft, dass sie während der bezüglich Feinstaub kritischen kalten Jahreszeit betrieben werden. Allerdings sind die Emissionen im städtischen Raum gemäss der oben erwähnten Untersuchung der Universität Bern grösstenteils auf Dieselmotoren zurückzuführen.
Feinstäube bestehen aus Partikeln mit einem Durchmesser von unter 10 Tausendstelmillimetern.
Hauptemissionsquelle ist der Strassenverkehr. Er produziert jährlich 6200 Tonnen PM10, wobei der grösste Teil aus Dieselmotoren stammt.