Die Situation in der Schweiz ist kritisch: rund 3000 bis 4000 Menschen sterben jedes Jahr an Folgen der Luftverschmutzung.
Zahlreiche Studien belegen klar die Schädlichkeit der Feinpartikel für die menschliche Gesundheit: Sie lösen Allergien, Asthmaanfälle und Bronchitis aus, erhöhen das Herzinfarkt- und Thromboserisiko, sorgen für trockene Augen und können sogar krebserregende Wirkung entfalten. Aus weiteren Studien geht hervor, dass Menschen, die an stark befahrenen Strassen leben, häufiger an Krankheiten wie Asthma und Thrombose leiden. Auch der soziale Status (Bildung, Beruf, Einkommen) scheint eine Rolle zu spielen: Menschen mit niedrigem Bildungsstand, die arbeitslos sind oder in Armut leben, sind öfter starker Luftverschmutzung ausgesetzt und wohnen in ungünstigeren Verhältnissen.
Gegenwärtig sind gut 40% der in der Schweiz Wohnhaften, also rund drei Millionen Menschen – vielleicht auch Sie – übermässigen Feinstaubkonzentrationen ausgesetzt. Die Feinstaubbelastung in den Städten stellt für die öffentliche Gesundheit ein schwerwiegendes Problem dar. Die am schwersten Betroffenen sind Kinder, ältere Menschen und Bauarbeiter.
Die epidemiologischen Studien zeigen klare Zusammenhänge zwischen der PM10-Belastung einerseits und Herz-Kreislauf- sowie Atemwegserkrankungen andererseits auf.
Während Husten, Asthmaanfälle und Sterblichkeit wegen Atemwegserkrankungen stärker mit den gröberen PM10-Bestandteilen zusammenhängen, wirken sich die feineren stärker in Form von Herzrhythmusstörungen oder erhöhter Sterblichkeit durch Herz-Kreislauf-Probleme aus.