Die Verbrennung von Diesel hinterlässt nicht nur grosse Mengen von Feinstaub, sondern auch umweltbelastende Stickoxide (NOx). Die NOx tragen zur Bildung des – bei starken Konzentrationen sehr schädlichen – bodennahen Ozons bei.
Gemäss Luftreinhalteverordnung darf der Stunden-Mittelwert von 120 Mikrogramm Ozon pro Kubikmeter höchstens ein Mal jährlich überschritten werden. Im Tessin wurde am Messort Chiasso im Jahr 2007 der Stunden-Mittelwert an 106 Tagen überschritten. Das maximale Stundenmittel betrug 278 µg/m3.
Aufgrund der zahlreichen in den kantonalen und nationalen Messstationen verzeichneten Überschreitungen ist eine Ozonbelastungs-Karte für die ganze Schweiz erstellt worden.
21. Mai 2005: Überschreitung des Immissionsgrenzwerts im Tessin (bis zu 240 μg/3). Verantwortlich dafür: die Vorläufersubstanzen (Stickoxide und flüchtige Kohlenwasserstoffe), die sich, aufgrund hoher Temperaturen und starker Sonneneinstrahlung, in Ozon verwandeln.
23. Juni 2005: Überschreitung des Immissionsgrenzwerts in der ganzen Schweiz, sehr hohe Ozonwerte im Mittelland (bis zu 210 μg/m3), in der Region Basel sowie im Tessin, bedingt durch eine lange Schönwetterperiode, Hitze und starke Sonneneinstrahlung.
23. Mai. 2009: Überschreitung des Grenzwerts praktisch in der ganzen Schweiz. Die hohen Temperaturen und die starke Sonneneinstrahlung liessen die Ozonkonzentration steigen. Besonders im Tessin waren die Werte mit 199 μg/m3 in Lugano und mit 202 μg/m3 in der Magadinoebene besonders hoch.
Bodennahes Ozon entsteht unter Einwirkung von Sonnenlicht aus Stickoxiden und flüchtigen organischen Verbindungen.
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