
In der Luftreinhalteverordnung ist als jährlicher Durchschnitt ein Grenzwert von 20 μg/m3 festgelegt (arithmetischer Mittelwert), der laut Gesetz nicht überschritten werden darf. In der von Transit- und Schwerverkehr besonders heimgesuchten Grenzstadt Chiasso lag das Jahresmittel 2007 bei einem Wert von 40 μg/m3, war also doppelt so hoch wie erlaubt.
Zwischen 1988 und 2004 lagen die gemessenen Werte in den Städten und entlang der grossen Strassenachsen nie unter 30 μg/m3. Die Rekordmarke stammt aus dem Jahr 1991: 70 μg/m3, also gut drei Mal mehr als erlaubt. Von 1997 bis 2004 schwankten die durchschnittlichen Messwerte zwischen 30 und 40 μg/m3, immer noch weit mehr als gesetzlich vorgeschrieben.
Einzig in den ländlichen Regionen, den Voralpen und im Jura sind Werte unterhalb der bedeutungsschwangeren Schwelle von 20 μg/m3 zu verzeichnen.
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Bezüglich Immissionen sieht das Gesetz vor, dass der Tagesmittelwert (24-h-Mittelwert) von 50 μg/m3 höchstens ein einziges Mal pro Jahr überschritten wird. Im ersten Halbjahr 2009 geschah genau dies aber in Bern bereits nicht weniger als 19 Mal! Im ganzen Jahr 2007 wurde der Grenzwert in Bern 40 Mal, in Bioggio 79 Mal und in Chiasso gar 97 Mal überschritten. Die Tagesmittel-Höchstwerte 2007 lagen mit 142 μg/m3 in Chiasso beziehungsweise 116 μg/m3 in Lugano um ein Mehrfaches über dem erlaubten Wert.
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