Der Partikelfilter ist das einzige momentan verfügbare Mittel zur wirkungsvollen Reduktion der PM10-Emissionen. Innermotorische Massnahmen zur PM10-Reduktion stossen an ihre Grenzen. Die Optimierung der Motortechnologie ist an einem Punkt angelangt, wo Verbesserungen sehr teuer erkauft werden müssen.
Ein Partikelfilter besteht aus zwei Elementen: erstens einem hitzeresistenten porösen Substrat, das bis zu 99% der Abgaspartikel zurückhält; zweitens einer Regenerations-vorrichtung, welche den Dieselruss regelmässig verbrennt, um eine optimale Wirkung zu gewährleisten.
Partikelfilter lassen sich bei allen Fahrzeugtypen (PW, Bus, Lastwagen, Baumaschine) anwenden, wobei gesagt werden muss, dass schwerere Fahrzeuge einen grösseren und damit auch teureren Filter benötigen.
Doch Vorsicht: Filter ist nicht gleich Filter. Am wirksamsten sind ab Werk eingebaute so genannte OEM-Partikelfilter oder geschlossene Filter. Diese vermögen bis zu 99% aller Partikel, selbst der ultrafeinen, zurückzuhalten.
Wesentlich weniger wirksam sind nachgerüstete Partikelfilter, weil diese praktisch nur als offene Systeme angeboten werden. Je nach Hersteller eliminieren Nachrüstfilter 20 bis 50% der Feinpartikel, unabhängig von deren Kleinheit. Zudem stossen Dieselautos mit Nachrüstfilter mehr Stickoxide aus, und sie sind nicht ganz CO2-neutral.
Es empfiehlt sich, beim Händler genau nachzufragen, welche Filtertechnologie die Dieselabgase reinigt. Beim Bundesamt für Umwelt kann zudem eine Filterliste bezogen werden, welche geprüfte und erprobte Partikelfiltersysteme aufführt.
Um ein optimales Funktionieren zu gewährleisten, empfiehlt sich die Verwendung von schwefelfreiem Treibstoff (in Europa überall erhältlich). Allerdings kann der Partikelfilter eine Erhöhung des Treibstoffverbrauchs in der Grössenordnung von 2 bis 3% zur Folge haben.
Eine interessante und spannende Ergänzung zur Feinstaubthematik zeigt der Kurzfilm des «Arbeitskreis Partikelfilter« (AKPF) über die Urbanisierung und Mobilität. Der Film präsentiert die besorgniserregende Thematik der krebserzeugenden Feinpartikeln aus Verbrennungsmotoren und informiert über effiziente Partikelfilter-Systeme, die diese gefährlichen Partikel eliminieren.